Geistertanz – Warum dieses Buch so anders ist

Die Podcastproduktion von „Geistertanz – Wege der Freiheit“  ist so viel anders als die von „Zurückgeträumt“. Jeannettes Buch habe ich recht bald eingesprochen gehabt. Natürlich habe ich auch hier an der ein oder anderen Stelle geflucht und Sätze 20 Mal neu eingesprochen. Aber. Aber ich hatte „meine Emi“ bald gefunden und war dann im Sprechflow.

Geistertanz ist anders. Es ist ein anderes Genre. Es hat eine andere Entstehungsgeschichte. Es ist eben ein ganz anderes Buch. Eines, dessen wortgewandte und wortreiche Komplexität ein „einfaches Einsprechen“ schwierig macht.

Jeder Satz, den wir sprechen, hat ein sinngebendes Wort. Dieses Wort gilt es auszumachen, damit wir Sätze richtig betonen und unser Gegenüber uns folgen kann. Im alltäglichen Leben passiert das automatisch, weil wir ja wissen (also meist), was wir reden und welche Inhalte wir rüberbringen wollen. Geht es darum, das geschriebene Wort eines anderen so zu erzählen, als wären es die eigenen – dann setzt Du Dich mit dem Text auseinander. Liest einen Satz und erkennst, welches Wort die Betonung des Satzes vorgibt.

Bei „Geistertanz – Wege der Freiheit“ ist das gar nicht so einfach. Ich arbeite mit dem Buch. Ohne Bleistift sitze ich nicht im KüchenStudio. Hier eine Anmerkung. Da eine „Regieanweisung“ an mich selbst; dort ein Strich um einen Gedankensprung nicht zu überrennen. Ich arbeite mit den Worten von Jens. Mit den Worten der Stimmen, die Jens den Text haben schreiben lassen. Denen Sinn und Unsinn manchen Satzes schlichtweg egal waren. Oder anders: Die dem Leser einen eigenen Interpretationsspielraum lassen. Das treibt mich das ein oder andere Mal in den Wahnsinn, aber Hand aufs Herz: Eigentlich und auch uneigentlich macht es Spaß. Mit Texten zu arbeiten ist großartig. Und ich habe das Gefühl, dass ich mit dem HörBuch von „Geistertanz – Wege der Freiheit“ Klarheit in den Text bringe. Also das es an mancher Stelle einfach leichter ist, mich das Buch erzählen zu lassen, anstatt es selbst zu lesen. Denn ich habe mich mit dem Sinn der Sätze ja schon auseinandergesetzt und habe verstanden. Also zumindest glaube ich das.

Aber vielleicht ist es ja auch einfach nur meine eigene Eitelkeit, die mich zu diesem naiven Gedanken verleitet.. Was würde McGrue wohl sagen?

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