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Märchenstimme.

Wisst Ihr, was ich wirklich glaube? Dass es einen Grund hat, wenn ein Mensch in unser Leben tritt.

Den Märchenzoo am Blauen See in Ratingen kenne ich seit meiner Kindheit. Mitten im Wald, in der Nähe der Naturbühne (auf der in den 80er Jahren Pierre Brice als Winnetou mitgespielt hat). Und dann über Jahrzehnte nicht mehr dort gewesen. Bis. Ja. Bis. Vor acht Jahren. Da schlug mein damaliger Freund vor, in den Märchenzoo zu gehen.

Und dann stand ich da und bubbelte diesen netten Mann im Kassenhäuschen zu. Mit meinen Erinnerungen. Dass ich es so toll finde, dass es den Märchenzoo noch gibt. Das es früher soo viel größer wirkte. Dass ich die Affen mit Popcorn gefüttert hab. Und der nette Mann lachte und quatschte mit mir bis mein Freund und ich dann losstiefelten. Und zack. Ich war wieder ein Kind. Ich bin auf und abgesprungen. Wir haben Buzzer gedrückt und Ziegen gefüttert. Ich war glücklich.
Und dann sind wir wieder gegangen.
Losgelassen hat mich der Märchenzoo nicht.
Zuhause habe ich sofort geguckt, ob er bei Facebook ist und habe die Seite gefunden und geliked. Dann ging das Leben weiter, bald darauf ohne den Freund.

Eines Abends fläzte ich auf dem Sofa und scrollte durch Facebook und sah dieses Posting vom Märchenzoo „Eins unserer Märchen wurde neu vertont“. Ich habe es gelesen und hörte mich laut sagen: „Das will ich auch“ und am 30.09.2013 um 20:24 Uhr (ich habe gerade nachgeschaut) habe ich den Märchenzoo angeschrieben.
Eine Woche später habe ich Heike und Thomas vom Märchenzoo kennengelernt.
Heike. Eine der herzlichsten und wunderbarsten Menschen, die ich kenne.
Thomas. Der nette Mann, den ich damals zugebubbelt habe und es bis heute mit wachsender Begeisterung tue.

Herzensmenschen. Lieblingsmenschen. Den beiden habe ich sofort mein Herz geschenkt.
Was für wundervolle Menschen Heike und Thomas sind.
Lernt sie kennen! Besucht den Märchenzoo in Ratingen, sobald es (wieder) geht!  
Und lauscht auf dem Weg durch den Märchenzoo meiner Stimme in den verschiedensten Rollen. Denn aus dem Impuls auf dem Sofa heraus sind „alle Märchen“ geworden. Plus ein Neues, denn nach vielen vielen Jahren ohne ist auch der Froschkönig zu hören.
Sobald der Buzzer an den Märchen gedrückt wird, schallt meine Stimme durch den Wald. Und darum steht in meinem Profil: „Märchenstimme“.

Der Märchenzoo ist ein so unglaublich wichtiger Ort für mich und mein Leben geworden. Ich habe dort so wundervolle Menschen kennengelernt. Ich habe erfahren, dass sich mein Opa, der Künstler und Bildhauer war, auch in den Märchenzoo eingebracht hatte, indem er vor vielen Jahrzehnten einen Aladin für das entsprechende Märchen gemacht hat. Jahrzehnte später spricht seine Enkeltochter das Märchen ein.
Ich habe im Märchenzoo während des Wiederaufbaus nach Pfingstorkan „Ela“ im Jahr 2014 soviel Zusammenhalt erlebt. Dass ich mich im Märchenzoo einbringen durfte und darf hat mir viele Stärken offenbart, derer ich mir nicht bewusst war. Und durch die Menschen im Märchenzoo habe ich dann letztlich meinen Mann kennengelernt.

Das alles, weil mein damaliger Freund mal kurz in meinem Leben vorbeigeschaut hat. Damit ich in den Märchenzoo gehe. Das glaube ich wirklich. Dass das der Grund war, weshalb er kurz in mein Leben trat. Für den Fall, dass Du das hier liest: Danke! Ein schöneres Geschenk als unseren Ausflug dorthin hättest Du mir nicht machen können. Und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du es auch erlebst.

Anna


Aus dem Leben einer Hörbuchsprecherin.

Ok. Wow. Zwei Monate sind schon wieder vergangen. Zack. Ich hole das nach. Jetzt.

Ich platze vor Stolz. Ehrlich. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in meinem Leben schonmal so stolz auf mich selbst gewesen bin und das auch zugelassen habe.
Am 31.12.2020 ist „Wintertöchter. Die Gabe“ als Hörbuch in den Verkauf gegangen.

Wintertöchter. Die Gabe
Geschrieben von Mignon Kleinbek
Erschienen im pinguletta Verlag
Gesprochen von Anna Tefert

Der Name unten.
Das ist meiner.
Wahnsinn.
Bestimmt könnte man es für unprofessionell halten, dass ich mich öffentlich darüber so freue. Ich könnte auch bitchy-cool sein. Aber so bin ich nicht. Ich freue mich. Und ich werde mich über jedes weitere Hörbuch, das ich in Zukunft einspreche, freuen und stolz sein.

Die BuchBarWoche.

Meine erste „BuchBarWoche“ liegt hinter mir.
Ich hatte ja letztes Jahr entschieden, ab 2021 eine Woche im Monat kein Radio zu machen, sondern stattdessen Zeit fürs Hörbuchsprechen zu haben. Vergangene Woche war es soweit und die erste Woche, die ich rein für die BuchBar hatte, war da.

Ich hatte viele Erwartungen und keine. Ich hab so viel auf meiner Agenda stehen. So vieles, um das ich mich kümmern möchte. Dinge, die ich recherchieren möchte. Dinge, die ich angehen möchte. Aber – Achtung Spoiler: Dafür braucht es mehr als eine erste Woche… Verdammt.

Die ersten beiden Tage bin ich noch ein wenig ums Studio herumscharwenzelt. Dienstag hab ich den Rechner hochgefahren, was gut war, weil ich einige Updates machen musste, wie ich dann sah. Vorarbeiten. Vorbereitungen. Ich hatte ein bisschen neuen Schnickes gekauft. Ein neues Tablet, eine App, die alle Formate lesen kann und mit der ich auch den Text markieren kann. Einen Tablet-Arm für den Tisch, damit ich die Hände beim Sprechen frei habe und damit ich kein Seitenblättern auf der Aufnahme habe (was wirklich nervig im Schnitt ist). Da musste ich mich ein bisschen eingrooven. Damit es dann am dritten Tag der Woche losgehen konnte.

Mein BuchBarTag startet gegen 12 Uhr. Ich wollte deutlich eher starten, aber das bringt nichts. Mein BuchBarStudio hat eine gute Akustik und wenn es ruhig ist, ist es ruhig. Aber morgens fahren LKW vorbei. Viele LKW. Obwohl wir wirklich ländlich leben. Nun. Lange Rede: Das LKW-Brummen wäre auf den Aufnahmen, die ich dann alle drei Minuten unterbrechen müsste. Das ist einfach nicht praktikabel. Also starte ich um 12.

Ich spreche gerade „Wintertöchter. Die Kinder“ ein – und wer findet: „Der erste Teil ist der Hammer“ dem sei gesagt: Im zweiten Teil setzt Autorin Mignon Kleinbek noch einen drauf.
Die Geschichte von Anneli, Marie und der Dede wird noch intensiver – und das fordert mich als Hörbuchsprecherin. Emotionen sind anstrengend. Im realen Leben, aber auch beim Hörbuchsprechen. Geht es Anneli schlecht, dann geht es auch mir schlecht. Geht es der Dede gut, dann geht es mir auch gut. Geschehen beide Handlungsstränge in einem Kapitel, muss ich zwischen den starken Gefühlen hin und herspringen und darf sie nicht vermischen. Ein Abschnitt war so traurig, dass ich danach eine Pause machen, durchatmen und mich ablenken musste, um die Traurigkeit wieder abzulegen. Da passte es sehr gut, dass es geschneit hatte und ich darum dringend raus in den Schnee musste mit unserem Hund.

Bevor ich ein Kapitel einspreche, lese ich mich laut ein und arbeite mit dem Text. Die Figuren der Wintertöchter sind mir vertraut. Aber in jedem Kapitel muss ich erst herausfinden, welche Gefühle sie durchleben werden und wie es ihnen geht. Ich spreche die Sätze laut und finde heraus, mit welcher Betonung ich dem Satz gerecht werde. Das macht ihr, wenn ihr ein Buch leise lest, automatisch. Das macht ihr übrigens auch, ohne nachzudenken, wenn ihr euch unterhaltet. Jeder Satz hat ein sinngebendes Wort – und das betont ihr beim Reden von selbst, ohne darüber nachzudenken.

Die Kapitel in „Wintertöchter. Die Kinder“ sind lang. Ich komme ungeschnitten auf eine gute Stunde, meist mehr. Ich schätze, sie werden dann nach dem Schnitt locker 45-50 Minuten lang sein. Ich bin gut voran gekommen in meiner BuchBarWoche; saß jeden Tag bis spät abends im Studio. Am Ende des Tages muss ich mit dem Einsprechen aufhören, weil ich zu unkonzentriert werde und dann kaum noch einen geraden Satz lesen kann- oder meine Stimme befindet dann nach vielen Stunden, dass es jetzt reicht. Das ist dann aber auch völlig ok. In meiner BuchBarWoche habe ich über die Hälfte des Buchs eingesprochen.
Bis zur nächsten BuchBarWoche dauert es jetzt noch drei Wochen.
Das Hörbuchsprechen geht aber weiter. Nach der Arbeit beim Radio.

Ohne würde ich es nicht mehr aushalten.

Eine märchenhafte Geschichte.

In meinem Instagram-Profil steht unter anderem „Märchenstimme“. Weil. Ich bin die Stimme der Märchen im Märchenzoo Ratingen. Er hat im November-Lockdown auch geschlossen. Um den Besuchern aber ein bisschen Märchenzoo ins Corona-Leben zu bringen, hatten Heike, Sebastian und ich eine Idee.

Ich gebe auf der Facebookseite des Märchenzoos den Anfang einer Geschichte vor – und die Follower erzählen sie weiter. Dann spreche ich sie ein und sie wird für jedermann zu hören sein.
Gesagt, getan. Die Geschichte noch ein bisschen rund geschrieben und dann war sie fertig.

Ela – und der märchenhafte Ort.
Eine Geschichte über Zusammenhalt, gemeinsame Abenteuer und Freundschaft.

Und damit diese märchenhafte Geschichte so viele Menschen wie möglich erreicht, damit ihr euch in dieser stressigen Zeit eine kleine Auszeit nehmen könnt, hat sie den Weg in die BuchBar gefunden. Schaltet für 10 Minuten den Alltag aus und begleitet Ela auf ihrer Suche nach dem märchenhaften Ort.

BuchBarZeit: Immer
Neue Episode: Freitag. 18 Uhr.

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Zeit für Veränderung.

Da ist er wieder rum der Monat. Heute war es wieder da: Das Bedürfnis endlich wieder zu bloggen. Heute gehts mal ein bisschen in die Anna-Innenwelt.

Ich mag das Gefühl nicht, auf der Stelle zu treten. Und das tue ich seit einiger Zeit. Ich werde meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Das hasse ich. Habe ich festgestellt. Ehrlich. Es muss sich etwas ändern.

Ich möchte so viel mehr in der BuchBar machen. Ich möchte mich als Hörbuchsprecherin auf den Markt werfen und alle hören lassen: Ja. Es gibt viele gute Hörbuchsprecherinnen. Aber es gibt mich noch nicht. Hier bin ich.

Aber mir fehlt die Zeit. Lange konnte ich das Meiste parallel zu meinen Radiojobs machen. Das ist nicht mehr der Fall. Das geht nur noch halbherzig und das zeckt mich richtig an. Da bin ich raus. Als ich mich mit meiner Schwägerin Ulrike darüber unterhalten habe sagte sie „Halbe Sachen sind nicht Dein Ding. Ich weiß.“ Da bin ich ins Grübeln geraten. Ist das so? Mein Selbstbild ist ein anderes. So habe ich mich nicht wahrgenommen – aber am Ende habe ich ihr Recht gegeben und habe eine Entscheidung getroffen.

Ab 2021 habe ich eine Woche im Monat rein für meine BuchBar. Zeit fürs Sprechen unabhängig von der Frühschicht vorher. Zeit für Webinare und Workshops. Zeit für meine Zukunft als Hörbuchsprecherin. Darauf freue mich sehr und kann es kaum erwarten. Der Vorteil zzt ist, dass die Zeit schnell vorbei geht.

Zeit für Veränderung.

Wann hast Du Dich das letzte Mal für Dich und das, was Du liebst entschieden?

Anna

Zack. Tja. Liebe.

Zack.
Der Monat ist rum. Und die BuchBar ist in dieser Zeit weitergewachsen. Also tatsächlich. Ich war shoppen.
Und hätte mein Mann mir noch vor einem Jahr gesagt: „Du wirst Dich noch so unfassbar sehr auf Technik freuen und ungeduldig darauf warten“ – ich hätte gelacht und ihn wissen lassen, dass er sie nicht mehr alle hat.
Tja.
Ich hab lange recherchiert und gesucht und geguckt und recherchiert und dann sind die ersten Entscheidungen gefallen. Die BuchBar wird mit einem Interface und einem neuen Mikro bestückt. Weg von meinem geliebten Podcaster. Aber der Marke bin ich treu geblieben. Schaut es Euch mal auf meiner Instagramseite an. Sieht es nicht toll aus?
Irgendwann hab ich das Interface auch ans Laufen gekriegt.
Und dann.
Dann stellte ich fest, dass ich auch sehr dringend gute Boxen brauche.
Tja.
Ich hab lange recherchiert und gesucht und geguckt und recherchiert und dann ist die Entscheidung gefallen.
Und dann. Habe ich sie gestern direkt in Betrieb genommen, zusammen mit meinem ältesten Bruder und wir haben die Boxen getestet.
Die Ungeduld hat sich gelohnt. Ich bin begeistert. Von all meinen Neuanschaffungen. Auch von dem schmalen Zusatztisch, der ebenfalls eingezogen ist. Für die Technik. Denn die ist zuviel für meinen Tisch. Schon ziemlich cool.
Zack.
„Wintertöchter. Die Gabe“ von Mignon Kleinbek wird bald als Hörbuch in den Verlauf gehen. Das nächste Projekt für den Podcast steht bereit und die Produktion von Teil II der Wintertöchter-Trilogie beginnt in Kürze.

Wie sehr ich das BuchBarLeben liebe.

Anna

Der letzte Schnitt ist gesetzt

Einmal im Monat. Einmal im Monat denke ich „Du musst echt mal wieder bloggen“. Das hab ich gerade gesehen, als ich mich eingeloggt habe, weil ich dachte „Du musst echt mal wieder bloggen“.

Gestern, am späten Abend, habe ich den letzten Schnitt gesetzt. Der erste Teil der Wintertöchter-Trilogie ist erzählt und geht als bald wie schnell zum Verlag. Das heißt: Nicht mehr lange, bis es den ersten Teil der Bestseller-Trilogie Wintertöchter. Die Gabe als Hörbuch gibt.

Und wie am Ende jeder Hörbuchproduktion fühlt es sich seltsam an, fertig zu sein und ich bin froh, dass die Wintertöchter eine Trilogie sind und die Geschichte von Annelie, Marie und der Dede weitergehen wird.

Unterdessen geht es bald auch in den Podcastkanälen der BuchBar weiter- mit einem Kinderbuch. Und das nächste Podcasthörbuch steht auch schon in den Startlöchern. Aber alles zu seiner Zeit. Wenn es soweit ist, erzähl ich mehr.

Und jetzt bleibt der Vorsatz: Ich werde wieder ein bisschen mehr bloggen.
Wir lesen uns dann spätestens in einem Monat.

Anna

Tee-Weisheit

Ich bin da. Ich bleib auch. Aber ich stehe nicht immer in der ersten Reihe und winke. Ich hörbuche im Hintergrund. Und dachte mir eben, ich nehm euch jetzt einfach mal mit und erzähle euch, weshalb es auf und in den Social Media Kanälen manchmal ruhiger wird.

Eins ist mir wichtig. Ich möchte, dass ihr das wisst. Ich jammere nicht! Alles was ich mache, mache ich, weil ich es toll finde. Weil ich Spaß daran habe. Weil Hörbuchsprechen das ist, was ich machen möchte. Weil das Hörbuchsprechen mein Standbein werden soll, neben dem Radio. Weil es einfach mein Ding ist. Ich bin von der BuchBar überzeugt.

An dieser Stelle muss muss muss ich mich ganz klar und deutlich bei Silke Boger, der Chefin des pinguletta Verlags bedanken. Dafür, dass Sie mir die Zeit gibt, die ich brauche. Ich nutze das nicht aus. Wann immer es geht, bin ich im BuchBarStudio.

Mein Leben besteht zurzeit aus: Aufstehen. Frühschicht. Nach Hause kommen, eine Kleinigkeit essen, Mittagsschlaf machen und danach geht es bis gegen 22/22:30 Uhr ins BuchBarStudio. Ich bin im Schnitt. Und ich muss ehrlich zugeben, dass ich ihn ein minibisschen unterschätzt habe. Er ist zeitaufwendiger als ich dachte. Es ist nicht „damit getan“ das aktuelle Kapitel mal eben fix zu schneiden. Beim Abhören lese ich parallel im Buch mit; damit ich nicht aus Versehen Passagen überspringe oder rauslösche. Manchmal habe ich auch Lesefehler drin; dann muss ich den Part nachproduzieren und einarbeiten. Am Ende des Kapitels leg ich die Kopfhörer beiseite und mache die Boxen an, um das Kapitel dann noch einmal am Stück zu hören – und auch dabei lese ich parallel im Buch mit. Die finale Abnahme eines Kapitels.

So sehen sie also aus, meine Tage. Wie gerne würde ich mich den ganzen Tag darum kümmern und mich nur auf die Hörbuchproduktion konzentrieren. Aber das geht noch nicht. Um halb vier geht morgens eben einfach der Wecker und dann geht´s ab zur Arbeit. Und dann ist ja noch dieses Ding namens Privatleben mit Mann und Hund. Auch mit Freunden, aber die kommen zur Zeit wirklich zu kurz. Und einmal in der Woche habe ich Gesangsunterricht. Damit habe ich Anfang des Jahres für die BuchBar begonnen und ich bin mit wachsender Begeisterung dabei. Bei Annette lerne ich das Singen von der Pike auf. Ich schaff es immer öfter, den Glottisschlag zu vermeiden; und übe weiter fleissig, den Mund weeeeeeeit aufzumachen, damit der Ton ungehindert raus kann …

Lange Rede, kurzer Sinn: Bei dem Tagespensum fehlt mir manchmal einfach die Kraft, mich und die BuchBar noch bei Facebook und Instagram oder hier im Blog zu präsentieren. Ich bin online und habe alles im Blick – aber ich habe keine Energie für eigene Inhalte auf den Plattformen. Aber auch das kommt wieder. Das weiss ich sicher. Denn mein Yogi-Tea hat immer eine Weisheit parat und die lautete heute früh:

Deine Überzeugung ist Deine Stärke.

Passt auf Euch auf
Anna

Bald. Bald. Bald.

Das Ende ist in Sicht. Es nähert sich. Voraussichtlich Ende der Woche ist „Wintertöchter. Die Gabe“ eingesprochen und ist mittendrin im Schnitt. Vergangenes Wochenende stand Kapitel 15 an. Wow. Das konnte ich nicht in einem einsprechen. Mignon hat ein Kunstwerk geschaffen mit ihren Wintertöchtern und Kapitel 15 hat mir viel abverlangt. Ich glaube so ziemlich alles an Emotionen. Gegensätzliche Emotionen und das im Schlagabtausch. Dazwischen die Erzählerstimme. Mal die „normale“ dann seine, dann ihre.

Hörbuchsprechen ist so viel mehr, als „einfach vorzulesen“. Es beinhaltet unter anderem auch immer wieder ein bisschen Recherche. Mignon ist eine Meisterin der Kräuter und das sind auch Annelie und die Dede. Ich bin es nicht, aber meine Mutter hat auch Ahnung – und so bekommt sie zwischendurch immer mal Nachrichten: „Mama? Wie wird das ausgesprochen?“ „Hab ich das richtig recherchiert, dass das hier ein Synonym ist und nicht ein anderes Kraut?“. Letzteres ist für die Betonung wichtig, denn sonst würde ich den Sinn des Satzes kaputt machen.
So Sachen beinhaltet das Hörbuchsprechen. Wie unfassbar sehr ich das alles mag.

Im Hintergrund…

… geschieht nach wie vor einiges in der BuchBar. Für das Vordergründige fehlt einfach die Zeit. Aber die BuchBar ist noch da und wird auch bleiben. Es sind nicht mehr viele Kapitel, bis „Wintertöchter. Die Gabe“ eingesprochen ist, dann in den Schnitt und anschließend zu Verlagschefin Silke Boger geht.

Zwischendurch ist es „Einsprechen mit Hindernissen“, aber so ist es am Anfang, nicht wahr? Das Drumherum ist nicht von Beginn an perfekt, aber das kann für die Zukunft nur gut sein. „Einfach“ ist auch einfach nicht mein Weg.

Ich habe noch keinen genauen Zeitplan, aber vermutlich noch diesen Monat wird es auch etwas Neues zu hören geben in den Podcastkanälen der BuchBar. Bis dahin hört Euch gerne „Zurückgeträumt“ von Jeannette Kauric, „Geistertanz – Wege der Freiheit“ von Jens Jüttner und „Wyn´d´Maer“ (Gefahr für Windemere“) von Christopher Tefert an. Oder vielleicht ein wenig Kurzweil mit den Kurzgeschichten?!

Genießt Euer Leben.

Anna

Dies schreibt …

„Dies schreibt Anna Antonia Hohleitner, Bergbäuern und Sennerin, Tochter von Marie und Anton Hohleitner, im Alter von vierundsechzig Jahren.

Ich verbrachte mein ganzes Leben auf dem Julianenhof. Er ist mein Zuhause und mein Erbe.“

Wie die meisten von euch wissen, habe ich das große Glück und die große Ehre, die „Wintertöchter“ von Mignon Kleinbek als Hörbuch einzusprechen. Wann immer ich kann, bin ich im BuchBarStudio und spreche ein.

Nun sind die „Wintertöchter“ aber kein Buch, das man mal eben so schnell liest. Weder als Leser mit dem Buch in der Hand noch als Hörbuchsprecherin mit dem Buch in der Hand.

Mignon hat ein so beindruckendes Werk mit viel Tiefe geschaffen und daran darf in der Hörbuchversion nichts verloren gehen. Daher lese ich mich in jeden Abschnitt ein; finde heraus, welche die richtige, die sinngebende Betonung für einen Satz ist. Fühle mich ein in die Marie. In die Dede und in die Annelie.


Mignon wechselt die Erzählperspektive zwischendurch und so wechsel auch ich in der Erzählperspektive und werde dann zu Anna. Für ihre Rückblicke habe ich eine Stimmfarbe gefunden und gewählt, die passt, wie ich finde. Manchmal ist es dann aber gar nicht so einfach aus der Erzählerperspektive heraus und mit Dialogen zwischen Marie und ihrer achtjährigen Tochter Anna, mit Männerstimmen und viel Geschehen, zurück zur erwachsenen Anna zurück zu wechseln. Damit mir das aber doch recht schnell gelingt, haben ich eben diesen Text vom Anfang des Buches.

Ich mache dann also eine kleine Pause. Schließe die Augen und lege die Dynamik des jüngst gesprochenen Abschnitts beiseite. Atme ein paar Mal durch und sage mir dann:

Dies schreibt Anna Antonia Hohleitner, Bergbäuern und Sennerin, Tochter von Marie und Anton Hohleitner, im Alter von vierundsechzig Jahren. Ich verbrachte mein ganzes Leben auf dem Julianenhof. Er ist mein Zuhause und mein Erbe.“

Und schon hab ich die „alte Anna“ wiedergefunden und kann sie ihre Geschichte erzählen lassen.

Die „Wintertöchter“ sind eine unglaublich tolle Trilogie und ich bin wirklich dankbar, dass es das Schicksal vorgesehen hat, das Mignon Bücher schreibt!