Und dann sind die letzten Worte eingesprochen.

Gestern Abend habe ich den letzten Satz eingesprochen. In zwei Versionen. Im Schnitt wird sich zeigen, welche Version es wird. Welche den „Es-ist-zu-Ende-aber-es-wird-weitergehen“-Punkt trifft.

„Wintertöchter. Die Kinder“ ist also fertig eingesprochen. Ein weiterer Teil der Geschichte von Anneli, Marie und der Dede erzählt. Eine wieder unglaublich emotionale Zeit liegt hinter mir, denn der zweite Teil der Wintertöchter steht dem Ersten in nichts nach. Nein. Wirklich nicht. Mignon Kleinbek legt sogar noch einen drauf.

Nach der Emotion kommt die Ratio.

Jetzt folgt der kopflastige Teil. Der Schnitt. Habe ich den Text richtig abgelesen oder sind mir inhaltliche Fehler unterlaufen? In diesem Fall muss der besagte Teil nachproduziert und hinzugefügt werden. Manche Sätze, manche Passagen habe ich mehrfach eingesprochen, jetzt gilt es den mit der besten Betonung rauszusuchen und ihn so an der vorangegangenen Text zu schneiden, dass ihr den Schnitt später nicht hört. Dieser Teil der Arbeit am Hörbuch ist anders als das Einsprechen; an Konzentration buße ich aber nichts ein. Denn der Schnitt funktioniert nicht „mal eben so nebenbei“, die Gefahr etwas zu überhören ist groß.
Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich das Buch „Wintertöchter. Die Kinder“ gelesen haben werde, wenn der letzte Schnitt gesetzt ist. Drei bis vier Mal locker. Vermutlich eher fünf Mal.

Ich freu mich schon jetzt wahnsinnig auf den dritten und finalen Teil der Wintertöchter-Trilogie. Und wisst ihr noch etwas? Ich bin unsagbar stolz, die Stimme der Wintertöchter sein zu dürfen. Wirklich stolz.

Anna

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